Der NABU-Kreisverband Freiberg e. V.

Der NABU Freiberg, im Jahr 2000 gegründet und mit heute mehr als 560 Mitgliedern, ist im Umkreis von 15 bis 20 Kilometer um Freiberg aktiv im praktischen Naturschutz (Offenland- und Gewässerpflege Amphibienschutz, naturnaher Garten(-teich)). Inzwischen in drei bzw. inkl. Studenten vier Gruppen findet Umweltbildung in der NAJU (Naturschutzjugend) statt. Allen Aktivitäten gemein ist das Hauptziel die Artenvielfalt und das Wissen darum zu fördern - und zwar nicht fokussiert auf besondere Schutzgebiete, sondern in der Normallandschaft, dort wo jeder etwas tun kann. Die Geschäftsstelle wird als Naturschutzstation vom Land Sachsen gefördert. ... mehr


Aktuelles

Helfende Hände für Krötenzäune gesucht

Für den Aufbau der Amphibienzäune sucht der NABU Freiberg ehrenamtliche Helfer.
Die Termine für den Zaunbau sind folgende, Treff ist jeweils der NABU in der Bernhard-Kellermann-Straße 20:
am 7.3.2020, 14:00 Uhr für den Kleinwaltersdorfer Zaun,
am 8.3.2020, 9:30 Uhr für den Mönchenfreier Zaun,
am 11.3.2020, 15:30 Uhr für den Pulvermühlenweg-Zaun.

Kontakt: kv.freiberg_at_nabu-sachsen.de oder 0160-99414287

Mehr Infos zu den Krötenzäunen: hier.

Frösche, Kröten, Molche und Unken sind Zeiger für intakte Ökosysteme, die sich durch eine hohe Artenvielfalt auszeichnen. Leider bleibt durch die intensive Landwirtschaft und zunehmende Versiegelung der Böden immer weniger Raum für sie. Dabei unterstützen Frösche, Kröten, Molche und Unken – sobald sie ihre erste Lebensphase als Larven oder Kaulquappen im Wasser überwunden haben und ihr Leben an Land beginnen – den Menschen im Garten als biologische Abwehr bspw. von Schnecken, Würmern und Insekten. Jeder Gartenbesitzer kann durch den Verzicht von Kunstdüngern und Pflanzenschutzmitteln, der Schaffung kleiner naturnaher Teiche und „wilder Ecken“ mit Totholz und Steinhaufen viel zum Erhalt der Amphibien beitragen. Da diese Tiere in allen Entwicklungsstadien eine wichtige Funktion in der Nahrungskette von Kleinsäugern und verschiedenen Vogelarten haben, wird damit ein wichtiger Beitrag für ein funktionierendes Ökosystem geleistet.

Die steigenden Temperaturen des zeitigen Frühjahrs erwecken die Amphibien aus ihrer Winterstarre. Wie in jedem Jahr machen sie sich dann auf zu ihren Laichgewässern, um sich dort zu paaren und ihren Laich abzulegen. Während dieser Wanderung sind die Tiere stark gefährdet, da ihre Lebensräume häufig von Straßen durchschnitten sind. Untersuchungen an Erdkröten bspw. haben gezeigt, dass bei einer Verkehrsdichte von 60 Fahrzeugen pro Stunde 90 % der über die Straße wandernden Erdkröten getötet werden. Ein Teil der Kröten wird direkt überfahren, der Großteil jedoch verendet an Verletzungen, da die Tiere durch den Luftstrom von unten an den Fahrzeugboden geschleudert werden. Eine temporäre Absenkung der erlaubten Höchstgeschwindigkeit verbunden mit umsichtiger Fahrweise würde vielen wandernden Amphibien das Leben retten, sind jedoch nur selten durchsetzbar. Daher werden auch in diesem Jahr wieder Amphibienzäune an besonders stark frequentierten Straßenabschnitten – dem Pulvermühlenweg und der B101 in Kleinwaltersdorf und Mönchenfrei – aufgestellt. Die niedrigen Zäune leiten die Amphibien in Fangeimer. Diese werden dann von fleißigen ehrenamtlichen Helfern sicher über die Straße transportiert und auf der anderen Seite wieder geleert, so dass die Tiere unbeschadet ihren Weg zum Gewässer fortsetzen können.

Auch für die Betreuung, d. h. die regelmäßige Leerung der Fangeimer über einen Zeitraum von zwei bis drei Monaten werden wieder dringend Helfer gesucht. Für die Bestimmung der gefundenen Individuen wird es mehrere Einführungsveranstaltungen direkt vor Ort mit erfahrenen Krötenlotsen geben.

Termine

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