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Arbeitseinsatz Schneise im Stadtwald

Gemähte Feuchtwiese neben einem von mehreren Tümpeln. - Foto: Andreas Püwert
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Gemähte Feuchtwiese neben einem von mehreren Tümpeln. - Foto: Andreas Püwert

Am Donnerstag dem 3. März 2022 fand ein außerplanmäßiger, ehrenamtlicher Einsatz des NABU Freiberg auf der Schneise im Stadtwald statt.

Die Schneise im Freiberger Stadtwald ist ein Offenlandbereich inmitten des Waldes. Geschuldet ist dies der Notwendigkeit der freien Zugänglichkeit der 380 KV Leitung, welche sich dort durch die Forste zieht. Der NABU Freiberg pflegt in enger Zusammenarbeit mit dem Netzbetreiber und dem Staatsforst diese Waldblöße. Als einer der heute äußerst seltenen Extremstandorte finden sich dort nährstoffarme trockene Bereiche unmittelbar neben mineralischen und organischen Nassstandorten. Moore, Tümpel, Bäche und Gräben wechseln mit einer der größten Heiden der Region ab. Eine besonders wertvolle Feuchtfläche zwischen Ölmühlenweg und Versteinertem Weg war diesmal Ziel dieser Pflegeaktion.

Mit Motorsäge, Motorsensen, Rechen und viel Handarbeit entfernten Marko, Christian, Anni, Alex, Claus und Andreas Gehölzaufwuchs, Altgras und Binsen. Dadurch wurden neue feuchte, offene Bodenflächen geschaffen. Dort können sich Arten wie die Spaarige Binse und der Teufelsabbiß weiter ausbreiten. Einige Bereiche wurden nicht in die Pflege einbezogen. Dort können sich unter anderem verschiedene Libellenarten entwickeln, welche auf solche Habitate spezialisiert sind. Da in diesem Abschnitt des Freiberger Stadtwaldes einige äußerst sensible Tierarten vorkommen, dürfen die Pflegeeingriffe nur außerhalb der Vegetationsperiode stattfinden. Durch das kleine Zeitfenster und das schwierige Gelände ist dies stets eine anstrengende Arbeit. Ohne das ehrenamtliche Engagement der NABU Mitglieder und freiwilliger Helfer, wäre solch eine aufwendige Pflege nicht möglich.

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Kurze und hohe Vegetationsbereiche ermöglichen einer Vielzahl von Tier-und Pflanzenarten nebeneinander zu existieren. - Foto: Andreas Püwert
Kurze und hohe Vegetationsbereiche ermöglichen einer Vielzahl von Tier-und Pflanzenarten nebeneinander zu existieren. - Foto: Andreas Püwert
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Die strukturreiche Feuchtfläche nach der Pflege. - Foto: Andreas Püwert
Die strukturreiche Feuchtfläche nach der Pflege. - Foto: Andreas Püwert
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Besonders verschiedene Binsenarten kommen ohne eine regelmäßige Mahd schnell zur Dominanz und verdrängen konkurrenzschwache Feuchtwiesenarten. - Foto: Andreas Püwert
Besonders verschiedene Binsenarten kommen ohne eine regelmäßige Mahd schnell zur Dominanz und verdrängen konkurrenzschwache Feuchtwiesenarten. - Foto: Andreas Püwert
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Diese freigestellte Blockhalde kann nun wieder von Amphibien und Reptilien als Lebensraum genutzt werden. - Foto: Andreas Püwert
Diese freigestellte Blockhalde kann nun wieder von Amphibien und Reptilien als Lebensraum genutzt werden. - Foto: Andreas Püwert
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Eine gute Verpflegung während unserer Einsätze haben wir uns auf die Fahnen geschrieben. - Foto: Andreas Püwert
Eine gute Verpflegung während unserer Einsätze haben wir uns auf die Fahnen geschrieben. - Foto: Andreas Püwert

Der nächste Arbeitseinsatz auf der Schneise findet im Herbst statt und wird rechtzeitig bekannt gegeben. Wer außerhalb der im Veranstaltungskalender des NABU Freiberg verzeichneten Einsätze für die Natur in der Region praktische Hilfe leisten möchte, melde sich bitte bei Selina Schöne (freiberg_at_nabu-sachsen.de) oder Andreas Püwert (andreas.puewert_at_nabu-freiberg.de). Helfende Hände sind stets willkommen!



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